Pressemitteilungen
09. April 2010
A1-Gutachten: Straßenschäden durch fehlerhaftes Material
Die Projektgesellschaft A1 mobil teilt mit, dass zugeliefertes Bitumen und Splitt, laut Technischer Universität Darmstadt, nicht den Qualitätskriterien entsprachen / Die Bauarbeitsgemeinschaft bestehend aus Bilfinger Berger und Johann Bunte hat fehlerfrei gearbeitet
Die auf einem acht Kilometer langen Teilstück aufgetretenen Schäden beim privat finanzierten und betriebenen Ausbau (Public Private Partnership – PPP) der A1 zwischen Hamburg und Bremen sind auf fehlerhaftes Material zurückzuführen. Das hat nach Angaben der Bauarbeitsgemeinschaft das nun vorliegende Gutachten der beauftragten Technischen Universität Darmstadt ergeben. Das gelieferte Bitumen in Verbindung mit den gelieferten Splitten hat nicht den zwischen Bauarbeitsgemeinschaft und Lieferant vertraglich geforderten Qualitätskriterien entsprochen.
Nach Aussage des Gutachters hat das gelieferte Mischgut versagt.
Aufgrund der Materialfehler ist es laut der Schadensanalyse der Versuchsanstalt für Straßenwesen, der TU Darmstadt, bereits kurz nach der Aufbringung des offenporigen Asphalts zwischen dem Buchholzer Dreieck und Bremer Kreuz zu Kornablösungen in der vier Zentimeter dicken Deckschicht gekommen. Diese hatten sich im Januar zu Schlaglöchern ausgeweitet, so dass eine Teilstrecke von rund 2 km kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden musste. Der darunter liegende, 70 Zentimeter starke Unterbau ist nicht betroffen.
Der Schaden wird nach Angaben der Bauarbeitsgemeinschaft auf 1,5 Millionen bis 2,5 Millionen Euro geschätzt. Gemessen am Gesamtvolumen des derzeit größten PPP - Projekts in Deutschland von rund 650 Millionen Euro und der 30-jährigen Laufzeit stellt der Schaden aber keine nennenswerte Dimension dar. Weder für die Projektgesellschaft noch für den Konzessionsgeber (öffentliche Hand) entstehen Kosten.
Gleichzeitig betont die Projektgesellschaft, dass seit dem Baubeginn im November 2008 bereits große Abschnitte der insgesamt 72,5 Kilometer zu erstellenden Autobahnabschnitte zwischen Hamburg und Bremen fertiggestellt worden sind. Diese sind in erstklassiger Qualität erbracht worden. Der von den Mängeln betroffene Abschnitt ist in Teilen zudem bereits abgefräst worden und steht dem Verkehr wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Der komplette Austausch der von Materialfehlern betroffenen Asphaltdeckschicht wird im Spätsommer vorgenommen. Die Arbeiten werden nur wenige Tage in Anspruch nehmen.
Die Projektgesellschaft wünscht allen Verkehrsteilnehmern weiterhin gute Fahrt.
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