Pressemitteilungen
29. Januar 2010
A 1: Fahrbahnschäden am neuen Fahrbahnbelag der BAB A1 Hamburg - Bremen
Die BAB A1 wird derzeit auf einer Gesamtlänge von 72,5 km zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz zum sechsstreifigen Querschnitt ausgebaut.
Im Zuge des Ausbaus erfolgt die grundhafte Erneuerung und Verbreiterung des Fahrbahnbestandes sowie der Neubau von 74 Brücken. Als flankierende Maßnahmen werden in weiten Teilbereichen der Strecke umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen, wie der Bau von Wällen und Lärmschutzwänden sowie auf Teilstrecken der Einbau eines lärmmindernden Belages, dem sogenannten offenporigen Asphalt (OPA), durchgeführt.
Planung und Ausbau im Streckenabschnitt vom Bremer Kreuz bis zum Buchholzer Dreieck sowie der Betrieb der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Rade und Oyten erfolgen in Verantwortung der Betreibergesellschaft A1 mobil GmbH & Co. KG.
Im ersten von insgesamt vier Baujahren, die für den Gesamtausbau benötigt werden, konnten neben der Planung für eine Vielzahl von Brückenbauwerken auch weite Teile der Planung der Strecke realisiert werden. Dies war die Voraussetzung für die halbseitige Fertigstellung der Straßen- und Brückenbauleistungen in 7 von insgesamt 26 Bauabschnitten. Zwischenzeitlich wurde der Verkehr auf die neu hergestellten, breiteren Fahrbahnabschnitte umgelegt. Für den Verkehrsteilnehmer ist seitdem eine deutliche Verbesserung des Fahrkomforts auf dem Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Bremen gegeben.
In Bereichen mit offenporiger Asphaltdeckschicht sind kurze Zeit nach der Inbetriebnahme der neuen Abschnitte Fahrbahnschäden aufgetreten. Die Schäden sind durch Kornablösungen an der Fahrbahnoberfläche gekennzeichnet, die mittelfristig zu Schlaglochbildungen führen.
Betroffen sind ausschließlich die Deckschichten mit offenporigem Asphalt. Das hier beobachtete Phänomen ist ungewöhnlich und bei den umfangreichen Erfahrungen mit offenporigen Asphaltdeckschichten bisher noch nicht in dieser Form beobachtet worden.
Die A1 mobil GmbH & Co. KG und die Bauarbeitsgemeinschaft A1 Hamburg – Bremen bedauern die aufgetretene Problematik sehr. Seit der Feststellung der Schäden wird von beiden Seiten mit Hochdruck an der Ermittlung der Ursachen gearbeitet. Im Rahmen der Ursachenforschung werden umfangreiche und zeitintensive Laboranalysen durchgeführt. Die Bauarbeitsgemeinschaft A1 Hamburg – Bremen hat anerkannte Gutachter mit den Analysen beauftragt. Sobald die Ursachen der Schäden geklärt sind, werden wir darüber berichten.
Ungeachtet dessen werden die betroffenen Fahrbahnbereiche zeitnah saniert. Dies erfolgt innerhalb der vorgesehenen Bauzeit.
Mit Blick auf öffentlich geäußerte Spekulationen zur grundsätzlichen Tauglichkeit der Bauweisen mit offenporigen Asphaltdeckschichten ist festzustellen, dass ein Systemversagen der Bauweise ausgeschlossen werden kann. Die Bauweisen als solche sind erprobt und in der langjährigen Anwendung bewährt.
Es liegt im ureigenen Interesse der Betreibergesellschaft A1 mobil GmbH & Co. KG, welche für 30 Jahre die Verantwortung für das Autobahnteilstück übernommen hat, unter Einhaltung der Vorgaben aus der Planfeststellung, eine qualitativ auf höchstem Niveau hergestellte Autobahn für den Verkehrsteilnehmer anzubieten.
Parallel zu den beschriebenen Ursachenanalysen und der Schadenbeseitigung werden die Bauarbeiten für die weiteren Bauabschnitte planmäßig weiter geführt. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.
Ende 2010 wird der Verkehr in sieben Teilabschnitten mit einer Gesamtlänge von rund 40 km je Richtungsfahrbahn auf dem neuen Fahrbahnquerschnitt rollen.
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